Bekenner_innenschreiben zu Anschlag auf Immobüro an der Spree

gefunden auf linksunten:

Wir haben am 06.02.2014 das Info-Büro der Immobiliengesellschaft welthausliving über das Projekt hega4 unseren Vorstellungen über buntes Leben angepasst. Während es das erklärte Ziel der Firma in der Schaffung von überteuerten Wohnoasen liegt, kämpfen wir für einen kreativen Kiez in dem sich jeder Mensch frei entfalten kann. Deshalb sehen wir es als Notwendigkeit an, die Entstehung solcher elitären Quatiere zu sabotieren. Nicht die Aktion ist kriminell, sondern die Schaffung solcher Luxusdomizile. An der Stralauer Halbinsel zeigt sich die Fratze der Gentrifizierung sehr deutlich:

„Nach jahrzehntelangem Dornröschenschlaf bekommt Stralau ein neues Aussehen. Einst Fischerdorf mit nur wenigen Familien, dann Industriestandort, jetzt Stadtteil mit attraktiven Wohnungen direkt am Wasser, ist Alt Stralau heute ein besonderer Ort für Leute, die weder auf Natur noch auf Stadtnähe verzichten wollen. Zu Fuß erreichbar sind das Szeneviertel um den Boxhagener Platz und der Simon-Dach-Kiez mit seiner reichhaltigen Auswahl an Restaurants, Bars und Cafés. Einkäufe werden in den vielen Geschäften und auf dem Wochenmarkt erledigt. Vorausgesetzt man möchte bei dem Ausblick überhaupt das Haus verlassen. Bereits heute ist die Halbinsel Stralau einer der attraktivsten Wohnbezirke Berlins. Und diese begehrte, grüne Lage verfügt nur über ein limitiertes Angebot an Wohnraum, denn die Halbinsel kann nicht unendlich bebaut werden. In der Folge zeigen Miet- und Kaufpreise hier schon seit einigen Jahren eine deutliche Tendenz nach oben.“ (http://www.hega4.de/lage)

Militanz sehen wir als legitimes Mittel um gegen eine solche Entwicklung vorzugehen. Städteausverkauf und Mietspekulation gibt es überall und deren Folgen sind viele Menschen durch Zwangsräumungen von Einzelwohnungen bis hin zu Hausprojekten ausgeliefert. Damit wollen wir auch unsere Solidarität mit den betroffenen Projekten Pizza Anarchia, Rote Flora, Köpi, KVU und allen anderen ausdrücken.

Wir fordern auf in Wien, Berlin, Hamburg und allen anderen betroffenen Städten weitere Aktionen zu starten!

Denn wie heißt es so schön bei der Firma Welthaus Living GmbH:

„Den Freiraum gönn ich mir!“

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