Sa 28.9.: Wem gehört Berlin? Aufruf zur Aktionsdemo

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„Wem gehört Berlin? Aufruf zur Aktionsdemo am Samstag, 28. September
Bundesweiter Aktionstag vom Bündnis “Keine Rendite mit der Miete! Die Stadt gehört allen!”

In Berlin hat sich eine lebendige Stadtpolitik von Unten entwickelt. Die vielen kleinen und großen Konflikte gehören trotz ihrer Unterschiedlichkeit zusammen. Das zu zeigen, ist zentrales Ziel der Aktionsdemo, die am 28. September durch Kreuzberg und Friedrichshain rockt. Die Demo ist Teil eines Bundesweiten Aktionstages, denn Berlin steht nicht allein mit Problemen wie unsinnige und teure Großprojekte, steigende Mieten und Verdrängung oder die zunehmende Privatisierung der Stadt. Die Demo wird von Leuten aus unterschiedlichen stadtpolitischen Zusammenhängen vorbereitet. Wir wollen ein neues Format wagen und gemeinsam schwitzen statt schlurfen! Also Fahrrad anschließen und das fancy Schweißband nicht vergessen.

Was ist das Problem?

Die Turnhalle ist schon lange gesperrt wegen dem Loch im Dach, aber dafür gibt’s bald ein neues Stadtschloss! Kostet auch nur 620 Millionen Euro. Die Mieten steigen und steigen, arme Menschen werden aus der Innenstadt verdrängt und zwangsgeräumt. Dafür kann nun aber auch in Neukölln luxuriös gewohnt werden. Das Jugendzentrum steht vor dem Aus, aber wer braucht das schon?

Die Fahrpreise für Bus und Bahn steigen mal wieder an, aber dafür kommt ja die A100. Es gibt halt noch nicht genügend Autoverkehr und für 500 Millionen bekommen wir die quasi geschenkt! Strom­ und Wasserpreise ziehen weiter an, aber dank unbezahlter Mehrarbeit und Zweit­ und Drittjob haben wir eh nicht die Zeit, die Kohle anderweitig auszugeben. Ein Glück, Freizeit haben überfordert mich eh. Dich nicht?

Vorfahrt für Verwertungsinteressen

Berlin, auf dem Weg zur Stadt der Reichen und Schönen. Du hast keinen gut bezahlten Job, keine Millionen geerbt? Na dann pack schon mal, am besten bevor die Gerichtsvollzieherin klingelt und man dich im Namen des deutschen Rechtsstaats auf die Straße wirft. Berlin wird verwertet und zwar gründlich. Ob Wohnen, Bildung, Mobilität, Energie­, Wasser­ oder Gesundheitsversorgung ­ überall herrscht das selbe Prinzip: an menschlichen Grundbedürfnissen wird Geld verdient.

„be Berlin“ gilt nicht für alle

Wem gehört Berlin? Diese Frage wird jeden Tag an vielen Orten und auf verschiedene Weise gestellt. Wenn du einen ausländischen Nahmen hast wird es schon mal schwierig, eine Wohnung zu finden. Oder vielleicht hast du keinen deutschen Pass? Dann kannst du nicht wählen, vielleicht ist es dir auch verboten zu arbeiten. Es kann dir passieren, dass du morgen früh von der Polizei geweckt, verhaftet und abgeschoben wirst. Rassistische Polizeikontrollen gehören zum Alltag für Menschen, die nicht weiß sind.

Ungehorsam sein ­ in Berlin und anderswo

Überall gibt es mutige Menschen, die sich quer stellen. Die sich gegen Abschiebung und Residenzpflicht engagieren, die ungehorsam sind gegenüber dem Jobcenter, die sich gegen unbezahlte Mehrarbeit oder Schikanen vom Chef zur Wehr setzen, die nach Erhalt der Modernisierungsankündigung erstmal eine Hausversammlung organisieren. Der Blick über den Tellerrand zeigt, dass sich in Ländern wie Brasilien, Ägypten oder der Türkei machtvolle soziale Protestbewegungen entwickelt haben. Menschen werden massenhaft aktiv und setzen sich zum Teil unter großen persönlichen Risiken für gesellschaftliche Veränderungen ein. Trotz der Unterschiedlichkeit der konkreten Problemlagen, der Themen und Aktionsformen wollen wir unseren Protest im Kontext der sozialen Auseinandersetzungen verorten, die anderswo auf dem Planeten gegen kapitalistische Verwertung und für emanzipatorische Ziele geführt werden.

Mitten drin statt außen vor!

Mit der Aktionsdemo am 28. September wollen wir Lust machen, bei Gruppen und Projekten vorbei zu schauen, sich einzumischen und den eigenen Kiez zu unterstützen. Darum bitten wir Mieter_innen­ und Stadtteilinitiativen, politische Gruppen und Projekte auf der Demo mit ihren Themen sichtbar zu sein und sich, wenn möglich, in die Vorbereitung des thematisch nahe liegenden Aktionspunktes einzubringen (Planungs­- und Koordinierungsstreffen: Mi., 28.08, 18 Uhr, Köpi).

Konkurrenz und Vereinzelung setzen wir die Solidarität für eine ganz andere Stadt entgegen. Eine Stadt in der Menschen gleichberechtigt zusammen leben, egal woher sie kommen.

Gegen den Ausverkauf Berlins!

Wir wollen uns um 14:00 Uhr am Lausitzer Platz sammeln. Folgende Route ist geplant:
Lausitzer – Reichenberger – Glogauer – Wrangel – Tabor – Schlesische – Skalitzer – Oberbaumbrücke – Warschauer – Revaler – Simon-Dach – Wühlisch – Gärtner – Boxhagener PlatzWem gehört Berlin? Aufruf zur Aktionsdemo am Samstag, 28. September
Bundesweiter Aktionstag vom Bündnis “Keine Rendite mit der Miete! Die Stadt gehört allen!”

In Berlin hat sich eine lebendige Stadtpolitik von Unten entwickelt. Die vielen kleinen und großen Konflikte gehören trotz ihrer Unterschiedlichkeit zusammen. Das zu zeigen, ist zentrales Ziel der Aktionsdemo, die am 28. September durch Kreuzberg und Friedrichshain rockt. Die Demo ist Teil eines Bundesweiten Aktionstages, denn Berlin steht nicht allein mit Problemen wie unsinnige und teure Großprojekte, steigende Mieten und Verdrängung oder die zunehmende Privatisierung der Stadt. Die Demo wird von Leuten aus unterschiedlichen stadtpolitischen Zusammenhängen vorbereitet. Wir wollen ein neues Format wagen und gemeinsam schwitzen statt schlurfen! Also Fahrrad anschließen und das fancy Schweißband nicht vergessen.

Was ist das Problem?

Die Turnhalle ist schon lange gesperrt wegen dem Loch im Dach, aber dafür gibt’s bald ein neues Stadtschloss! Kostet auch nur 620 Millionen Euro. Die Mieten steigen und steigen, arme Menschen werden aus der Innenstadt verdrängt und zwangsgeräumt. Dafür kann nun aber auch in Neukölln luxuriös gewohnt werden. Das Jugendzentrum steht vor dem Aus, aber wer braucht das schon?

Die Fahrpreise für Bus und Bahn steigen mal wieder an, aber dafür kommt ja die A100. Es gibt halt noch nicht genügend Autoverkehr und für 500 Millionen bekommen wir die quasi geschenkt! Strom­ und Wasserpreise ziehen weiter an, aber dank unbezahlter Mehrarbeit und Zweit­ und Drittjob haben wir eh nicht die Zeit, die Kohle anderweitig auszugeben. Ein Glück, Freizeit haben überfordert mich eh. Dich nicht?

Vorfahrt für Verwertungsinteressen

Berlin, auf dem Weg zur Stadt der Reichen und Schönen. Du hast keinen gut bezahlten Job, keine Millionen geerbt? Na dann pack schon mal, am besten bevor die Gerichtsvollzieherin klingelt und man dich im Namen des deutschen Rechtsstaats auf die Straße wirft. Berlin wird verwertet und zwar gründlich. Ob Wohnen, Bildung, Mobilität, Energie­, Wasser­ oder Gesundheitsversorgung ­ überall herrscht das selbe Prinzip: an menschlichen Grundbedürfnissen wird Geld verdient.

„be Berlin“ gilt nicht für alle

Wem gehört Berlin? Diese Frage wird jeden Tag an vielen Orten und auf verschiedene Weise gestellt. Wenn du einen ausländischen Nahmen hast wird es schon mal schwierig, eine Wohnung zu finden. Oder vielleicht hast du keinen deutschen Pass? Dann kannst du nicht wählen, vielleicht ist es dir auch verboten zu arbeiten. Es kann dir passieren, dass du morgen früh von der Polizei geweckt, verhaftet und abgeschoben wirst. Rassistische Polizeikontrollen gehören zum Alltag für Menschen, die nicht weiß sind.

Ungehorsam sein ­ in Berlin und anderswo

Überall gibt es mutige Menschen, die sich quer stellen. Die sich gegen Abschiebung und Residenzpflicht engagieren, die ungehorsam sind gegenüber dem Jobcenter, die sich gegen unbezahlte Mehrarbeit oder Schikanen vom Chef zur Wehr setzen, die nach Erhalt der Modernisierungsankündigung erstmal eine Hausversammlung organisieren. Der Blick über den Tellerrand zeigt, dass sich in Ländern wie Brasilien, Ägypten oder der Türkei machtvolle soziale Protestbewegungen entwickelt haben. Menschen werden massenhaft aktiv und setzen sich zum Teil unter großen persönlichen Risiken für gesellschaftliche Veränderungen ein. Trotz der Unterschiedlichkeit der konkreten Problemlagen, der Themen und Aktionsformen wollen wir unseren Protest im Kontext der sozialen Auseinandersetzungen verorten, die anderswo auf dem Planeten gegen kapitalistische Verwertung und für emanzipatorische Ziele geführt werden.

Mitten drin statt außen vor!

Mit der Aktionsdemo am 28. September wollen wir Lust machen, bei Gruppen und Projekten vorbei zu schauen, sich einzumischen und den eigenen Kiez zu unterstützen. Darum bitten wir Mieter_innen­ und Stadtteilinitiativen, politische Gruppen und Projekte auf der Demo mit ihren Themen sichtbar zu sein und sich, wenn möglich, in die Vorbereitung des thematisch nahe liegenden Aktionspunktes einzubringen (Planungs­- und Koordinierungsstreffen: Mi., 28.08, 18 Uhr, Köpi).

Konkurrenz und Vereinzelung setzen wir die Solidarität für eine ganz andere Stadt entgegen. Eine Stadt in der Menschen gleichberechtigt zusammen leben, egal woher sie kommen.

Gegen den Ausverkauf Berlins!

Wir wollen uns um 14:00 Uhr am Lausitzer Platz sammeln. Folgende Route ist geplant:
Lausitzer – Reichenberger – Glogauer – Wrangel – Tabor – Schlesische – Skalitzer – Oberbaumbrücke – Warschauer – Revaler – Simon-Dach – Wühlisch – Gärtner – Boxhagener Platz“

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