Erster Diskussionsanstoß zur BerlinerListe

gefunden auf linksunten:

„Wir, eine Gruppe die schon seit einiger Zeit Stadtpolitisch aktiv ist, sind letzte Woche auf die Kampagne „BerlinerListe/Mieter*innen stressen zurück“ gestoßen. Mit diesen Text wollen wir einen Diskussionsanstoß zu eben jener Liste geben und zu Stadtpolitik im allgemeinen.

Seit geraumer Zeit haben wir dieses Gefühl, dass sich in Sachen Stadtpolitik etwas bewegt und zusammenbraut, zusammentut und zusammenkämpft. Schon in den letzten Jahren gab es so einige Aktionen die uns mehr als gefreut haben. Da waren zum einen Aktionen wie z.B. Bio-Hotel Angriff und die Taekker/Ziegert Aktionen, wie zum anderen die Medial sehr beachtete große MietenstoppDemo 2011, die vielen kraftvollen Lärmdemos, erste Verhinderungen von Zwangsräumungen und die erste Besetzung in SO36 seit langem mit dem Refugees Strike House und dem Irving-Zola-Haus.

Allerdings waren die verschiedensten „Aktionsarten“ selten gut miteinander gekoppelt, d.h. es wurde selten „zweigleißig“ gefahren. Das dies zum Teil sicherliche diverse, teils handfeste, Gründe hat, ist uns bewusst. Doch wurde dadurch vielleicht weniger erreicht als „die“ radikale Linke hätte erreichen können?

Umso mehr haben wir uns über die BerlinerListe gefreut, die die verschiedensten Aktionen sichtbar miteinander versucht zu verknüpfen. Und darüber hinaus, mit dem Veröffentlichen von Informationen und Adressen, der an der Verdrängung Beteiligten Institutionen, Firmen, think-tanks etc.; diese auf eine für sie (hoffentlich) unangenehme Bühne stellt. Außerdem wird zumindestens versucht das Kapitalistische Treiben auf dem Wohnungsmarkt, zumindest in teilen sichtbar zumachen und die diversen Verknüpfungen zwischen Staat und Privatwirtschaft darzustellen.

Und eben genau da liegt auch unser Anstoß/Ansatz:

Wie lassen sich die verschiedensten Aktionsformen miteinander koppeln, umso den größt möglichen Druck auf „einzelne Glieder der Kette“ (zitat BerlinerListe) auf zu bauen?
Wie soetwas kordinieren und kommunizieren?
Wie „die kapitalistische Stadt“ darstellen und angehen?
Wie mit radikalen Standpunkten in die Bürgerliche Öffentlichkeit hineinstoßen?
Wie den Protest weiter Treiben ohne durch kleine „Zuckerstücke“ der Politik zurück zufallen?
Wie dieses Gefühl von zusammenbrauen/kochen zum explodieren bringen?

Eine Idee könnte es sein, wie in dem Text „Für ein neues sozialrevolutionäres Stadtentwicklungsprogramm II“ (Interim Nr. 749) beschrieben, den Kampf um Zwangsräumungen zu erweiteren, um den Boykott von Mieterhöhungen/Modernisierungen. Hiermit ließe siche vielleicht eine ganz neu Bresche schlagen; „um damit bewusst in einem kämpferischen Verhältnis an die Öffentlichkeit zu gehen.(…)um die Verhältnisse zum Tanzen zu bringen und an den Eigentumsverhältnissen zu rütteln“(zitat o.g. Text).

Eine weitere Idee könnte es sein, große Immobilien-Firmen in das Rampenlicht zuziehen und auf vielfälltige Art anzugehen. Hierfür würde sich auch die BerlinerListe eignen.

All das, muss allerdings Diskutiert werden…

Abschließen können wir nur hoffen, dass die Marke von 15 Aktionen, bis ende Mai, geknackt wir und der Zeitraum um den „Mietspiegel-Tag“ mit mindestens soeiner Wucht wie 2011 in den Öffentlichen-Diskurs einschlägt!

Für viele Aktionen!
Für ein ganz anderes Ganzes!

Autonome Gruppe-Wir bleiben Alle“

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